Geschirr aus Zuckerrohr (Bagasse): was es aushält und wohin danach
Bagasse sind die Fasern, die nach dem Auspressen des Zuckerrohrs übrig bleiben. Unter Hitze gepresst entstehen daraus stabile Teller, Schalen und Boxen, die heute Styropor und Plastikgeschirr bei Events und in der Gastronomie ersetzen. So wird ein Nebenprodukt genutzt, das sonst Abfall wäre.
Was Bagasse aushält
- heiße und fettige Speisen, Suppen in Schalen,
- Erwärmen in der Mikrowelle, meist bis etwa 100 °C (beim Hersteller prüfen),
- Einfrieren,
- nicht ins Backrohr und nicht lange in Flüssigkeit stehen lassen.
Wohin danach
Zertifiziert kompostierbares Bagasse-Geschirr gehört in die Industriekompostierung oder dort in die Biotonne, wo die Gemeinde es annimmt. Beim Event eigene Behälter für Bioabfall aufstellen und mit dem Entsorger vorher absprechen.
Fragen an den Lieferanten
- gibt es ein Kompostierbarkeitszertifikat (EN 13432)?
- wie ist der Fettschutz gelöst, PFAS-frei?
- welche Temperatur hält es aus?
Die EU-Verpackungsverordnung beschränkt PFAS in Lebensmittelverpackungen, nachfragen lohnt sich also schon jetzt.
Beim Event dazu
Zu Bagasse-Tellern passen Holzbesteck und essbare Halme. Der ganze Tisch ist dann plastikfrei und der Abfall geht in den Biomüll. Mehr im Artikel nachhaltiges Einweggeschirr.
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Häufige Fragen
Was ist Bagasse?
Die Fasern, die nach dem Auspressen von Zuckerrohr übrig bleiben.
Darf Bagasse-Geschirr in die Mikrowelle?
Meist ja, die Höchsttemperatur beim Hersteller prüfen.
Ist Bagasse kompostierbar?
Zertifizierte Produkte ja, in der Industriekompostierung.
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